CHRISTINE ACHIENG

ALTER: 19 Jahre

GEBURTSDATUM: 14.08.1999

SCHULE: Universität

HEIMATDORF: Kisumu

BERUFSWUNSCH: Lehrerin

CHARAKTER:  humorvoll, teamfähig,  redegewandt, selbstbewusst                      

STIPENDIUM DURCH DIE EQUITY BANK

Christine ist eine hochintelligente junge Frau und wu rde bisher im Rahmen des Equity Bankprojektes “Wings to fly“ gesponsert. Die Equity Bank verteilt ein vierjähriges Stipendium für sehr kluge Studenten in Kenia. Christine wohnte eine Zeitlang im Mutter-Kind-Haus und hat dort auch einen Computerkurs absolviert. Im September 2019 hat ihr erstes Semester an der Universität begonnen. Christine möchte Lehrerin werden.  Dafür wünschen wir ihr viel Erfolg.

Christine fehlt es an Taschengeld, Kleidung, Nahrung und Hygieneartikel. Außerdem leidet sie unter einer Sehschwäche die dringend korrigert werden müsste.

Aktueller Bildungsstand

Baby-Class 100%
Grundschule 100%
Hochschule 100%
Uni

Christine stellt sich vor

MEINE GESCHICHTE

Hi, ich heiße Christine und ich wohnte bis zum Universitätsbeginn im Mutter-Kind-Haus. Ich möchte mich für die bisherige Unterstützung bedanken. Ohne euch hätte ich es niemals bis zur Universität geschafft. Ich bin dankbar dafür, dass ich in die Schule gehen kann und lernen darf. Normalerweise wohne ich mit meinem älteren Bruder bei meiner Großmutter, welche Feuerholz sammelt und auf der Straße verkauft, sodass wir genügend Nahrung zum Essen haben. Unser Haus ist sehr alt und undicht. Wenn der Wind kommt habe ich Angst, dass das Dach jederzeit davon fliegt. Meine Großmutter ist nun 86 Jahre alt, doch sie arbeitet sehr hart in einer kleinen Farm. Sie pflanzt Gemüse an, damit wir genug zu essen haben. Ich mag meine Großmutter sehr, da sie sich immer um uns kümmerte. Sie gebar 3 Söhne, doch alle 3 sind gestorben. Ich kam zu ihr als ich 3 Jahre alt war. Bevor ich in das ehemalige Br. Josef-Children´s Home kam, war mein Leben nicht gut. Ohne Eltern groß werden zu müssen ist sehr beschwerlich. Mein Bruder und ich litten sehr darunter. Mein Großmutter versorgte uns mit Essen und Kleidung und bezahlte die Schulgebühren für uns. Da meiner Großmutter aber nur eine kleine Bäuerin ist, mit wenig Einkommen mussten wir die meiste Zeit von der Schule fern bleiben. Sie konnte die Gebühren nicht bezahlen. Ich erinnere mich als ich Barfuß und mit einer zerrissenen Schuluniform in die Schule gehen musste. Zu dieser Zeit war ich gebrechlich und oft krank. Als ich in Ojola die Sonntagsmesse besuchte, traf ich auf Br. Josef. Ich sah ihn in der Kirche beten und entschied mich ihm nach der Messe zu Grüßen. Bruder Josef schenkte mir einen Rosenkranz und ich war überglücklich. Er war sehr freundlich zu Kindern und brachte uns zum Lachen. Meine Großmutter die immer das Beste für uns wollte, brachte mich dann in das Mädchen-Waisenhaus von Br. Josef. Dort hatten wir es gut und Br. Josef spielte mit uns und wir sangen und beteten gemeinsam. Mir fehlte es dort an nichts und ich war sorgenfrei. Außer das ich meine Eltern sehr vermisste. Zuvor hatte ich keinen so freundlichen Platz. Wir waren beschützt und geliebt. Von da an wurde ich nicht mehr von der Schule verwiesen, weil all mein Schulgebühren bezahlt wurden. Ich habe dort viel fürs Leben dazu gelernt. Schöne Momente dort waren z.B. als Br. Josef mit uns Ball spielte und kochte. Michaela lass uns jeden Abend bevor wir ins Bett gingen Geschichten vor. Wir gingen oft schwimmen und jeden Abend vor dem Abendessen in unsere Kapelle wo wir gemeinsam beteten, sangen und tanzten. Leider fing unser damaliger Manager, an sich schlecht zu benehmen. Viele Dinge sind passiert. Dann wurde das Waisenhaus geschlossen und meine Freundinnen und ich wurden überall zerstreut. Es wäre super, wenn ich eines Tages jemand Erfolgreiches sein könnte. Ich möchte ein gutes Vorbild sein und Menschen inspirieren. Ich würde es sehr schätzen, wenn ich einen Sponsor haben könnte, um meine Ziele im Leben zu erreichen. Die Wahrheit ist, dass es in Afrika sehr schwierig ist jemand zu finden, der einen unterstützt. Doch ich bin sehr froh, dass wir bisher Sponsoren hatten, welche für uns eine Ausbildung finanzierten. Leider ist unsere Zukunft ungewiss, weil es an Spendengeldern fehlt. Auch die anderen Mädchen im Projekt geben sich sehr Mühe, um in der Schule gut abzuschließen. Ich bitte auch darum, dass meine Freudinnen weiterhin unterstützt werden. Ich selbst arbeite sehr hart in der Schule. Ich bin ein Mädchen, das nie aufgibt, bis ich das erreicht habe, was ich will. Manchmal bin ich ehrlich gesagt ein bisschen faul und mag es auch einmal nichts zu tun. Doch in der Schule gebe ich immer Vollgas, um aus meinem Leben etwas zu machen. Meinen Mitschülern mache ich Mut, dass sie den Kopf nie hängen lassen, egal wie schwierig das Leben sein mag ohne Eltern. Meine Vision ist es, die Universität erfolgreich zu bestehen und Lehrerin zu werden. Ich möchte selbstständig sein und die Sponsoren nicht enttäuschen, darum gebe ich alles.

Möge Gott euch segnen für eure Gaben und euch ein langes Leben geben. Gott wird diejenigen beschützen und er wird sie nicht verlassen, diejenigen die Waisenkindern helfen. Mögt ihr ein gutes Herz haben und uns weiterhin unterstützen und uns eine Ausbildung ermöglichen.

 

Danke vielmals

Eure Christine (2019)

Christine 2007
Christine heute 2019
Cousine und Tante
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