ENTSTEHUNG

Alpha-Care-Kenya e.V. kümmert sich gemeinsam mit dem schweizer Verein "Hope-Foundation-Kenya" um die Waisenmädchen des ehemaligen Verein´s "Br. Joseph-Children´s Home" .

 „FRÜCHTE REIFEN DURCH DIE SONNE, MENSCHEN DURCH LIEBE „

Mein Name ist Michaela Blank, ich bin 29 Jahre alt, wohne in Augsburg und bin gelernte Industriefachwirtin. Derzeit arbeite ich als „Vertragshalterin“ über Sonovision Deutschland bei Airbus Helicopters in Donauwörth. Parallel dazu engagiere ich mich seit längerem ehrenamtlich für den in der Schweiz ansässigen Verein „Hope Foundation Kenya“ (ehemals „Br. Josef Children´s Home“). Unter dem ehemaligen Projekt „Br. Josef Children´s Home“ (gegründet von Br. Josef Stadler) erhielt ich 2011 erstmals die Möglichkeit, sein Waisenhausprojekt in Kenia kennen zu lernen. Das Waisenhaus war zum damaligen Zeitpunkt in einem guten Zustand und auch den 27 Mädchen ging es dort prima. Betreut wurde das Waisenhaus  vor Ort vom ehemaligen Manager Polycarp und den beiden Pflegemüttern Dolrose († 2015) und Jennipher.

2013 flog ich ein weiteres Mal nach Kenia. Dort traten die ersten Probleme mit dem vor Ort ansässigen Manager Polycarp auf. Um die Mädchen und deren Pflegemütter zu schützen, entließ Br. Josef den Manager aus seinem Amt. Polycarp wurde auf Grund von Missbrauchsvorwürfen angeklagt.  Br. Josef wurde in einem Zeitungsartikel auf eine seit Jahren in der Schweiz lebende Kenianerin aufmerksam. Diese ist in den schweizer Medien und der Öffentlichkeit sehr präsent. Da sie und ihre Mutter vor Ort selbst Waisenhäuser betreiben, kontaktierte Br. Josef sie. Nach mehreren Treffen wurde sie die neue Direktorin seines Vereins, während ihre Mutter die nach wie vor ihn Kenia wohnt als Pflegemutter angestellt wurde. Da ich nie an der aktiven Entwicklungshilfe interessiert war, zog ich mich 2015 aus dem Projekt zurück. Afrika war für mich zu diesen Zeitpunkt abgeschlossen. Ein paar Monate später  kontaktierten mich zwei Mädchen sowie die ehemaligen Pflegemütter Jennipher und Dolrose († 2015) und berichteten mir von der bitteren Entwicklung des Projekt`s, sowie den bemitleidenswerten Zuständen.

Abschiedsfoto (Sept. 2018)
Wiedersehen nach 4 Jahren (Sept. 2018)
Christine, Michaela und Irine Adhiambo (Feb. 2019)

Ich kontaktierte daraufhin Br. Josef, der jedoch nicht darauf reagierte, weil er zu 100 % der neuen Direktorin vertraute.  Als Gegenmaßnahme leitete Fabian und ich eine Untersuchung ein. Wir beauftragten damit Dr. Obiero, einen sehr guten Freund  von Fabian der vor Ort in Kisumu lebt. Er machte einen Großteil der Mädchen ausfindig und fertigte einen Bericht mit Beweisen an. Das Ergebnis der Untersuchung schilderte die missliche Lage der Mädchen, die teilweise aus dem Waisenhaus verschwunden waren, bereits Kinder hatten oder schwanger waren. Außerdem wurde festgestellt, dass seit der Amtsübernahme der neuen Direktorin, Gelder abhandengekommen sind und fremdentzweckt wurden. Trotz der Einschüchterungsversuche der ehemaligen Direktorin, machten wir (Fabian, Br. Josef und ich) uns im September 2018 auf den Weg nach Kenia, um die Kinder zu suchen. Diese Reise war für uns alle eine körperlich und psychisch belastende Zeit. Es gelang uns mit Hilfe der ehemaligen Pflegemutter Jennipher und Lavender unserem ältesten Mädchen aus dem ehemaligen „Br. Josef Children`s Home“, das Projekt wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

Projekt heute Nov. 2019
Br. Josef letzter Besuch in Kenia Nov. 2019

Gegen die Direktorin und ihrer Mutter wurde Anzeige in der Schweiz und in Kenia erstattet. Diese Verfahren sind am Laufen, deshalb können keine weiteren Details genannt werden. Es zeigte sich, dass viel Leid vermieden werden hätte können und Spendengelder nicht veruntreut worden wären, wenn man hier früher konsequent eingegriffen hätte.

Mittlerweile sind mir die Mädchen so sehr ans Herz gewachsen, dass ich deren Schicksal durch Fehlentscheidungen anderer nicht mehr auf`s Spiel setzen möchte. Da es mir aber unter diesen Umständen unmöglich ist, unter der Führung von  Br. Josef zu arbeiten, entschied ich mich zur Absicherung der Mädchen  ALPHA-CARE-KENYA e.V. zu gründen. Auf diese Weise kann ich gewährleisten, dass die mir anvertrauten Spendengelder nicht versickern oder durch gravierende Fehlentscheidungen der Korruption zum Opfer fallen. Letzteres wird immer ein Restrisiko bleiben. Nichtsdestotrotz ist vor Ort viel Gutes unter der Leitung von Br. Josef bewirkt worden. Er hat sich viel Mühe gegeben und die Mädchen sind ihm sehr dankbar. Seine Mühe und die Spendengelder sollen nicht vergebens gewesen sein, deswegen wird ALPHA-CARE-KENYA e.V. in enger Zusammenarbeit mit HOPE-FOUNDATION-KENYA agieren, um das bestmögliche für die Mädchen/jungen Frauen und deren Kinder herauszuholen. Auch sieht es unser Verein vor, generell hilfsbedürftige Menschen in Kenia zu unterstützen. Leider haben vielen Sponsoren und Mitglieder auf Grund dieser Zwischenfälle das Vertrauen in Br. Josef´s Projekt verloren. Finanziell wird Hope-Foundation-Kenya in naher Zukunft nicht mehr in der Lage sein für die Frauen zu sorgen. Ich hoffe inständig das ALPHA-CARE-KENYA e.V. bald zahlungsfähig sein wird.

Der Verein „Hope-Foundation-Kenya” war bisher in der Lage das Mutter-Kind-Haus zu sponsern und die Schulgebühren zu bezahlen. Für Taschengeld und zusätzliche notwendige Investitionen gibt es kaum finanzielle Mittel. Das bereitet uns Sorgen.  Es ist im Moment absolut unmöglich, dass wir so für alle Kinder aufkommen können und Br. Josef geht auch schon auf die 80 Jahre zu. Ich habe große Hoffnung in mein Projekt. Auch Lavender und Jennipher machen ihre Arbeit bisher sehr gut. Ich bin mit ihnen und auch mit den Mädchen vor Ort im regen Kontakt durch WhatsApp. Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung ist keine Selbstverständlichkeit. 

Deshalb sind wir Ihnen für Ihre Unterstützung umso dankbarer.

Herzliche Grüße und besten Dank

Ihr Alpha-Care-Kenya-Team

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