SHARON AKOTH

ALTER: 17 Jahre
 

GEBURTSDATUM: 2002

SCHULE: Sekundarschule

HEIMATDORF: Otongolo

BERUFSWUNSCH: Architektin

CHARAKTER:  sehr erwachsen, ruhig, lieb, Kämpferin,

MUTTER: Sohn Graveline

BESSER VORSORGEN ALS HEILEN MÜSSEN

Sharon ist eine ruhige und zuvorkommende junge Frau. Nachdem das Waisenhaus geschlossen wurde, kam sie wie ein paar unserer Mädchen in das Rise and Shine Children´s home. Alle unsere Mädchen liefen von dort davon, nur Sharon schaffte es nicht, weil sie keinen guten Kontakt zu ihren Verwandten hatte. Sie arrangierte sich mit ihrer misslichen Lage. Das Waisenhaus hatte keine Sponsoren mehr und existierte nur noch auf dem Papier. Sie lebte mit 3 kleinen Buben und zwei Männern dort. Eine weibliche Aufsicht gab es nicht. Der Manager vor Ort ließen die Kinder auch für längere Zeit unbeaufsichtigt ohne Nahrung zurück. Sharon ging auf die Straße um zum Betteln. Sie kam in ein schlechtes Umfeld und gewann die falschen Freunde, die sie dazu bewegten ihren Körper zu verkaufen. Sie hatte nicht viel mehr zu verlieren. Sie ist für mich eine große Motivation um Br. Josef´s ehemaliges Projekt fort zu führen. Als wir sie im September 2018 mit großer Mühe aus ihrer verwüsteten Behausung bekamen, füllten sich ihre trüben Augen wieder mit Leben und Hoffnung. Sie kam vorüber gehend in das Ogada Children´s Home, wo auch unsere Vera gut versorgt wird. Dort konnte sie die Grundschule abschließen. Danach nahm sie ihre Schwester auf. Leider war Sharon das normale Leben nicht mehr gewohnt und vermisste ihre Freunde und Zusprache der Männer. Sharon´s Schwestern gab ihr klare Regeln und sie gerieten des öfteren in Streit. Als sich alle wieder beruhigend und wir Sharon auf ein Internat schicken konnten, gab es ungute Neuigkeiten. Wir erfuhren, dass Sharon schwanger war von einem über 10 Jahre älteren Mann. Wir werden Sharon so gut es geht unterstützen und wenn sie bereit ist, ihr dabei helfen eine Anzeige zu erstatten. Sharon´s Geschichte ist leider kein Einzelfall. Mädchen werden meist mit 9 Jahren schon Hochschwanger ins Krankenhaus eingeliefert. Sharon´s Aufenthalt ist noch nicht ganz geregelt. Sie wird bald wieder die Hochschule besuchen um diese abzuschließen.

Aktueller Bildungsstand

Baby-Class 100%
Grundschule 100%
Hochschule unterbrochen
Uni/Berufsausbildung
Sharon mit Schwester Flowrence Onyango

SHARON stellt sich vor

Sharon 2013
Sohn Graveline

MEINE GESCHICHTE

Hallo, ich heiße Sharon und ich bin 17 Jahre alt. Im Moment besuche ich die St. Aloys Girls Hochschule. Diese werde ich aber auf Grund meiner Schwangerschaft unterbrechen müssen. Ich schäme mich dafür meine Unterstützer enttäuscht zu haben. Ich hatte andere Pläne mit meinem Leben. Bevor ich ins Br. Joseph Waisennhaus kam wohnte ich bei meiner Schwester und auch bei meinem Onkel. Wir hatten es nicht leicht und sie beschlossen mich in ein Waisenhaus zu geben, damit ich in die Schule gehen kann. Im Br. Josef´s Kinderheim wurde für mich gesorgt und es ging mir meist sehr gut dort. Aber dennoch bin ich alleine. Meine Eltern fehlen mir und nachdem das Waisenhaus geschlossen wurde, kam ich in ein anderes Waisenhaus. Meine Schwester wollte mich nicht wieder aufnehmen und auch mein Bruder war nicht bereit dazu. Im neuen Waisenhaus ging es mir sehr schlecht, der Gedanke daran schmerzt. Dank Br. Josef, Michaela und Fabian die mich aus dem Waisenhaus heraus bekamen, nahm mich auch meine Schwester wieder bei sich auf. Leider hatten wir anfängliche Schwierigkeiten und ich flüchtet mich zurück in mein altes gewohntes Leben,  in dem ich vermeintlich wenigsten alles unter Kontrolle hatte. Das bereue ich. Ich bin dankbar dafür dass ich trotz meiner Fehler, dennoch von meiner Familie, Jennifer, Lavender, Br. Josef, Michaela und Fabian akzeptiert werde. Ich brauche eure Unterstützung und ich bin nach wie vor fest entschlossen hart in der Schule zu arbeiten. Ich habe mich sehr traurig gefühlt nachdem ich schwanger wurde und wollte die Hochschule sofort abbrechen. Mein Traum Architektin zu werden hatte ich in diesem Moment verworfen. Nachdem Lavender mit dem Schuldirektor sprach, erlaubte er mir trotz meiner Schwangerschaft die Schule weiterhin zu besuchen. Es ist unangenehm schwanger in die Schule zu gehen. Trotz vieler Teenagerschwangerschaften ist es dennoch ein Stigma und die Leute schauen auf einen herab. Aber dies nehme ich in Kauf um euch nicht mehr zu enttäuschen und ich weiß auch dass die Zeit kostbar ist. Ich möchte unabhängig und frei sein.

 

Vielen Dank

Eure Sharon Akoth

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