JENIPHER RACHAR

ALTER: 40 Jahre

GEBURTSDATUM: 24.04.1979

SCHULE: Grundschule

HEIMATDORF: Kisumu

BERUF: Pflegemutter (Hope-Foundation-Kenya)

CHARAKTER:  zuverlässig, belastbar, liebevoll,

                         vertrauenswürdig

MUTTER: Tochter Maureen mit Enkelsohn &

                  Sohn Peter

GRUNDSTEIN FÜR ALPHA-CARE-KENYA e.V.

Jenipher kenne ich nun seit fast 9 Jahren und sie war diejenige die offen und ehrlich Br. Josef vor jeden Fehltritt gewarnt hat, bevor dieser dann auch eintraf. Leider war sie oft hilflos und sie musste mit ansehen, wie ein Projekt nach dem anderen der Korruption und falscher Führung zum Opfer fielen. Ihre Aufgabe als Pflegemutter vor Ort im ehemaligen Waisenhaus nahm sie sehr ernst. Die Mädchen waren nicht immer einfach vorallem als sie in die Pubertät kamen. Hinzukommt, dass die meisten Mädchen gelernt haben zu überleben und ein sehr temperamentvollen Charakter haben. Jenipher machte sich oft große Sorgen um die Mädchen und diese wahren nicht immer unbegründet. Auch in den 3 Jahren als sie nicht mehr im Projekt von Br. Josef angestellt war, kümmerte sie sich weiterhin um die Mädchen. Mädchen denen es gelang Jenipher zu kontaktieren um über ihre missliche Lage aufmerksam zu machen, vertrauten sich Jennipher an. Jennipher und Dolrose (t 2015) kontaktierten mich und ließen nicht locker um Br. Josef über die Schieflage des Projektes aufmerksam zu machen. Für mich jedenfalls legen Jenipher und auch Lavender den Grundstein für unser Projekt

Jennipher stellt sich vor

Tochter Maureen mit Sohn
Sohn Peter

MEINE GESCHICHTE

Hallo, ich heiße Jenipher Rachar. Ich bin Witwe und musste meine Tochter Maureen und meinen Sohn Peter schon bald alleine großziehen. Mein Mann Charles Rachar verstarb als meine Tochter 1 Jahr und mein Sohn 3 Monate alt waren. Als Maler und Elektriker kam er für unseren Lebensunterhalt auf. Wir gingen, wie viele von uns in Kenia, durch eine schlimme Zeit. Ich musste meine Kinder bei meinen Eltern aufwachsen lassen und konnte mich kaum um sie kümmern, weil ich jede Arbeit annehmen musste um über die Runden zu kommen. Meine Tochter wurde schwanger mit gerade einmal 14 Jahren und verließ die Schule in der 8. Klasse. Seit 2014 bin ich Großmutter von meinem Enkelsohn James. Er besucht im Moment noch den Kindergarten und wird bald in die Grundschule gehen. Mein Sohn ist im 2. Jahr seines Studiums und besucht die Jaramogi Odinga Universiät für Wissenschaft und Technik. Dort belegt er als Hauptfach Informationstechnik. Br. Josef traf ich zum ersten Mal 2002 als ich im Nyangoma Kinderheim arbeitete. Er besuchte dieses Waisenhaus regelmäßig auf seinen Visitationsreisen. Er schätzte meine zuverlässige Arbeit, die ich in diese Organisation einbrachte. Verlässlichkeit ist in unserem Land eher selten. Da er ein Mädchenwaisenhaus in Kisian eröffnete und noch nach einer geeigneten Matron (Pflegemutter) suchte, bot er mir diese Stelle an. Ich kenne Br. Josef nun seit 17 Jahren und er ist ein respektvoller Mann und Vater. Leider konnte ich ihn nicht vor all den Hindernissen bewahren. Über die Jahre war es ihm wichtig eine gute Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Den Arbeitern und den Kindern fehlte es an nichts. Leider haben nicht alles Menschen gute Absichten und ihm wurde seine Gutmütigkeit zum Verhängnis, was dazu führte das sein Waisenhausprojekt geschlossen wurde. Durch Br. Josef´s Projekt kenne ich unsere Mädchen von klein auf und es lag in meiner Verantwortung sie zu starken, selbstständigen und anständigen Frauen zu erziehen. Meine Aufgabe ist es den jungen Frauen Lebenserfahrung mit auf dem Weg zu geben, sie auf den rechten Weg zu führen, so Gott mir helfen mag. Nun arbeite ich für das Mutter-Kind-Haus (getragen von Hope Foundation Kenya) und bin Pflegemutter/Vertrauensperson der Kinder und jungen Frauen. Meine Hauptaufgabe ist es für das Wohl zu sorgen. Ich gehe einkaufen, koche und kümmere mich um die Kleinsten im Haus. Passe auf sie auf das ihnen nichts zustößt und versuche die Mutter und die Vaterrolle gleichzeitig gerecht zu werden. Die jeweilige Mutter ist am späten Nachmittag dann für die Kinder wieder greifbar. Die Vaterrolle bleibt ein vergeblicher Versuch, die leider eine Frau nicht wirklich ausfüllen kann. Hausarbeiten und Wäschewaschen erledigen wir alle gemeinsam und unterstützen uns gegenseitig so gut es geht. Unser Tag beginnt meist gegen 5:30. Wir putzen das Haus, bereiten das Essen zu und machen die kleinen fertig für die Schule. Stanely unser derzeit jüngster Spross bleibt dann bei mir. Er wird erst nächstes Jahr in den Kindergarten gehen. Zu den weiteren Aufgaben zählen Schulbesuche und Gespräche mit den Lehrern und den Verwandten der Mädchen. Noch haben wir einige Sorgen, da ein paar Mädchen in Schwierigkeiten stecken. Auch diesen Fällen gehen wir nach und hoffen dass wir sie irgendwann in eine bessere Lage bringen können. Mädchen und Frauen müssen mit vielen Problemen in Kenia zurechtkommen. In die Ausbildung eines Mädchen wird oft keine Rücksicht genommen. Investiert wird in Jungen, da sie eine größere Chance und Absicherung der Eltern bedeuten. Mädchen haben ein sehr hohes Risiko recht früh Opfer von sexuellen Missbrauch zu werden oder in Kinderarbeit zu enden. Fehlende Bildung und Arbeitslosigkeit zwingen sie oft in die Prostitution.

 

Gemeinsam mit  Lavender (unsere Älteste vom ehemaligen Br. Josef Waisenhaus) arbeite ich vor Ort an diesem Projekt. Ich bin dankbar für ihre Mithilfe und wäre ohne sie wohl oft sehr hilflos. Es lastet eine große Verantwortung auf unsere Schultern und es ist schön sie teilen zu dürfen. Außerdem ist sie sehr gut im Organisieren und in der Buchhaltung, sodass auch Br. Josef und Michaela damit zufrieden sind.

Unser Projekt steht noch am Anfang und wir hoffen auf Ihre Unterstützung, damit das Mutter-Kind-Haus und dessen Projekte Formen annehmen können und lächelnd in die Zukunft blicken kann.

 

Vielen lieben Dank

 

Gottes Segen

Jenipher

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